Grundlagen

Die Geodateninfrastruktur in Deutschland (GDI-DE) ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen.
Mit dem Aufbau der GDI-DE soll eine länder- und ressortübergreifende Vernetzung von Geodaten in Deutschland erreicht werden, um sicherzustellen, dass Geoinformationen zukünftig verstärkt in Entscheidungsprozessen innerhalb der Verwaltung, der Wirtschaft und der Politik zum Einsatz kommen. Neben der Betrachtung nationaler Entwicklungen ist es Aufgabe der GDI-DE, die Entwicklungen in Europa (INSPIRE) sowie weltweit (GSDI) einzubinden.
Um die notwendige enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen sicherzustellen, wurde vom Chef des Bundeskanzleramtes und den Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder (CdS) als strategisches Entscheidungsgremium ein Lenkungsgremium (LG) eingerichtet, dass sich aus Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen zusammensetzt, sowie als ausführende Stelle eine Koordinierungsstelle GDI-DE (KSt.)

Aufträge:
Die politische Leitung der GDI-DE wurde vom Chef des Bundeskanzleramtes und den Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder (CdS) dem Arbeitskreis der Staatssekretäre für eGovernment übertragen. Dieser hat dem Lenkungsgremium GDI-DE im Hinblick auf die Realisierung einer nationalen Geodateninfrastruktur folgende Aufgaben übertragen:


  1. Erarbeitung eines Konzeptes für den offenen Aufbau einer GDI in Deutschland als Bestandteil einer noch zu schaffenden europäischen Geodateninfrastruktur.

  2. Lenkung und Koordinierung der Maßnahmen der Länder, der Kommunen und des Bundes zur Entwicklung, Fortführung und Umsetzung von Normen und Standards bei europäischen und internationalen Geodateninfrastrukturen.

  3. Festlegung von Modellprojekten zur Einrichtung von vernetzten Geodatenportalen in Deutschland nach dem Prinzip "Einige für Alle"

  4. Sorge um die verpflichtende Bereitstellung der nationalen Geodatenbasis (NGDB) durch die öffentlichen Verwaltungen des Bundes, der Länder und der Kommunen.



Erweiterung des Auftrags der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) und seiner Koordinierungsstelle

Auf der 28. Sitzung der Staatssekretäre für E-Government am 24. Juni wurde der Erweiterung der KSt. GDI-DE zugestimmt. Es wurde außerdem einem Grundsatzpapier zum Verhältnis der GDI-DE zu Deutschland-Online zugestimmt.
Nähere Informationen bietet der Bericht an den AK der Staatsekretäre für E-Government von Bund und Ländern (pdf - Datei, 31 kb)