KOPERNIKUS: Ein europäisches Erdbeobachtungsprogramm für Umwelt und Sicherheit



Das politische Mandat für die KOPERNIKUS - Initiative wurde im Juni 2001 auf dem EU-Gipfel von Göteborg und mit der Entschließung des Rates erteilt, "bis 2008 eine operative und autonome europäische Kapazität aufzubauen". Mit KOPERNIKUS schafft die Europäische Union in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA und den nationalen Systemen eine eigenständige, europäische Kapazität zur operationellen Bereitstellung globaler Erdbeobachtungsinformation.
Um diese Informationen bereit zu stellen, werden in Deutschland leistungsfähige Messnetze betrieben, u.a. um meteorologische, hydrologische oder geodätische Parameter ständig und in hoher Qualität zu erfassen.

Dienste von KOPERNIKUS
Den Kern von KOPERNIKUS bilden Informationsdienste, die diese Erdbeobachtungsinformation analysieren, aufbereiten und politischen Entscheidungsträgern sowie europäischen, nationalen, regionalen und lokalen Nutzer zur Verfügung stellen. Bei den Informationsdiensten wird zwischen Kerndiensten und abgeleiteten ("Downstream") Diensten unterschieden.
Kerndienste erzeugen standardisierte Mehrzweckinformationen, die für viele verschiedene Anwendungsgebiete wie z.B. Entwicklung, Umsetzung oder Überwachung europäischer Politik, in denen die EU tätig ist, von Bedeutung sind.
Abgeleitete Dienste sollen (trans-) nationale, regionale oder lokale Informationsbedürfnisse unterstützen. Sie können auf den Kerndiensten oder direkt auf den Daten der Beobachtungsinfrastruktur basieren.
Seit September 2008 stehen die ersten drei Kerndienste im prä-operationellen Betrieb zur Verfügung (http://ec.europa.eu/kopernikus/services.htm):
Die Weltraumkomponente von Kopernikus
Umweltveränderungen sind nicht an nationale Grenzen gebunden. Die für ein Umweltmonitoring notwendige umfassende und einheitliche Datengrundlage im globalen Maßstab ist ohne Satellitensysteme nicht denkbar. Der Anspruch, einen unabhängigen Zugang zu globalen Erdbeobachtungsdaten zu schaffen, charakterisiert daher die herausragende Bedeutung der satellitengestützten Erdbeobachtung von KOPERNIKUS.
Das Herzstück der KOPERNIKUS-Weltraumkomponente sind fünf eigens für KOPERNIKUS entwickelte Satellitenmissionen - die ESA Sentinels. Weitere Missionen, vor allem aus nationalen Raumfahrtprogrammen, kommerzielle europäische Missionen sowie die meteorologischen Missionen von EUMETSAT erfassen wichtige Daten für die GMES Dienste.

Sentinel 1: wetter- und beleuchtungsunabhängigen Radar-Beobachtungen
Sentinel-1: Wetter- und beleuchtungsunabhängigen Radar-Beobachtungen
Copyright ESA

Sentinel 3: Messungen der Ozeanfarbe, Ozeanoberflächentemperatur und -höhe
Copyright ESA


Nach Abschluss der Systementwicklung, ist die Europäische Kommission für die Sicherstellung des langfristigen Betriebs der Weltraumkomponente verantwortlich.
(Quelle: Jubiläumsschrift zum 10jährigen Bestehen des IMAGI, welche sich zur Zeit noch in Bearbeitung befindet. Vorraussichtliches Erscheinungsdatum: Dezember 2008)

Weiterführende Informationen finden Sie unter:
>> EK-GMES: http://ec.europa.eu/kopernikus/
>> ESA-GMES: www.esa.int/esaLP/LPgmes.html
>> DLR-GMES: www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-2441/3589_read-5358/



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