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Geodateninfrastrukturen auf Basis amtlicher Geodaten sind wesentliche Säulen des E-Government
Finanz-Staatssekretär Pschierer begrüßt das Lenkungsgremium GDI-DE in München
Am 06. Mai 2009 tagte das Lenkungsgremium GDI-DE in der bayerischen Landeshauptstadt München. Der für die Geodateninfrastruktur Bayern zuständige
Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer begrüßte die Vertreter des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände im Lenkungsgremium
zur 11. Sitzung.
In seiner Rede würdigte er das zielorientierte Zusammenwirken der Anwesenden als "Klammer für eine funktionierende Geodateninfrastruktur in Deutschland"
und betonte, dass die GDI-Initiativen die Innovationskraft des Föderalismus nutzen. In diesem Zusammenhang ging er auf die Ergebnisse der
Föderalismuskommission II im Bereich Verwaltungskooperation und IT ein, bei der die Standardsetzung für einen effektiven Datenaustausch zwischen
allen Verwaltungsebenen im Vordergrund steht. Denn "Standardisierung führt zu Effizienzsteigerungen und zur Akzeptanz bei den Nutzern", so Pschierer.
Er sei überzeugt, dass der Betrieb einer Geodateninfrastruktur langfristig zu sichern ist und führte aus, dass die Bayerische Staatsregierung die
GDI-Initiativen weiterhin mit E-Government-Mitteln nachhaltig unterstützen werde.

v.l.: Robert Ludwig (Vorsitz LG GDI-DE), Franz Josef Pschierer (Staatssekretär),
Dr. Martin Lenk (Leiter KSt. GDI-DE), Andreas v. Dömming (KSt. GDI-DE)
Am Beispiel des E-Government-Pakts zwischen dem Freistaat und den Kommunen in Bayern stellte Pschierer klar:
"Ein Eckpfeiler in der Zusammenarbeit von Bund und Ländern ist die Einbeziehung der kommunalen Familie im E-Government-Bereich". Weiterhin sei der Dialog
zwischen dem Lenkungsgremium und der Geoinformationswirtschaft "grundlegend und außerordentlich wichtig". Er betonte, dass die öffentliche Verwaltung von
Bürgern und der Wirtschaft nur verstanden wird, "wenn die Prozesse für die Betroffenen transparent, also nachvollziehbar sind".
Mit dem Fokus auf die Breitband-Initiativen griff Pschierer ein weiteres wichtiges Geo-Thema auf. Er wies auf die Versorgung der Bevölkerung mit einem
Internetzugang als Infrastrukturaufgabe der öffentlichen Hand hin. So begrüßte er das Breitbandportal der IHK München und Oberbayern (www.breitband.bayern.de)
als "E-Government zum Anfassen - zum Wohl des Bürgers und der Wirtschaft". Pschierer hob "die zunehmende Bedeutung von qualifizierten internetbasierten Geodaten"
hervor, denn der Breitbandatlas bedient sich der Geodatendienste einer Geodateninfrastruktur. Mit den Worten "Geodateninfrastrukturen auf Basis
amtlicher Geodaten sind wesentliche Säulen des E-Government" untermauerte er seine Ansicht. In diesem Zusammenhang forderte er, dass eine Hochpreispolitik
die Nutzung der staatlichen Daten nicht verhindern dürfe. Ziele seien, dass "die Wirtschaft Arbeitsplätze sicherstellt und die Wirtschaft floriert".
Zum Schluss appellierte der Finanzstaatssekretär an den Bund und die Länder, sich bei der gegenseitigen Zulieferung von Geodaten kooperativ zu verhalten, denn der
Erfolg der Kooperation werde ""von den Kommunen, der Wirtschaft und dem Bürger gemessen".
(Beitrag des Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und der GDI-BY, 20.05.2009)

