Lawinenschutzmaßnahmen


Lawinenschutzmaßnahmen gewinnen im Zuge der Klimaerwärmung und des expansiven Wintersports zunehmend an Bedeutung. Das Erstellen von Gefahrenprognosen ist Kerntätigkeit des Lawinenwarndienstes, einer modernen, praxisorientierte Serviceeinrichtung mit dem Ziel der Vorbeugung von Lawinenunfällen durch möglichst exakte Vorhersage der Lawinengefahr.
Abgehende Lawinen können Geschwindigkeiten von bis zu 300 km pro Stunde erreichen und Druckkräfte von bis zu 100 Tonnen pro m² entwickeln. Das Lawinengeschehen hängt vom winterlichen Wettergeschehen ab: Starke Schneefälle, Schneeverfrachtung durch Wind, plötzliche Erwärmung oder in die Schneedecke fallender Regen können die Lawinengefahr schnell ansteigen lassen. Daher erstellt in den Wintermonaten der operationelle Lawinenwarndienst täglich nationale und regionale Lawinenbulletins. Messgrössen wie Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Schneehöhe, Lufttemperatur, Strahlung oder Temperaturen in der Schneedecke werden kontinuierlich gemessen und ermöglichen dem Experten eine Einschätzung der Gefahr.
Die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort kann Unfälle verhindern!
Mit Hilfe neuer Kommunikationsmedien wie zum Beispiel Presse, Radio, Fernsehen, Telefon, Fax aber auch über das Internet können diese Informationen abgefragt werden.


Falls Sie einen Lawinenwarndienst für eine bestimmte Region suchen oder sich über die Tätigkeits- und Forschungsbereiche informieren wollen haben wir für Sie hier eine kleine Auswahl an Webseiten zusammengestellt:

  • www.wetteronline.de - nicht nur allgemeine Wettervorhersagen, sondern auch Lawinenwarnungen
  • www.lawinen.org - Verweise an diverse europäische Lawinenwarndienste
  • www.slf.ch - Eidgenössisches Institut für Schnee- und Lawinenforschung und - informationen in der Schweiz
  • Bergnews.com - Weiterverlinkung auf Webseiten mit Lawinenwarnungen für Deutschland, Schweiz, Österreich und Frankreich
  • Lawine.at - Informationen zur aktuellen Schnee- und Lawinensituation in Österreich
  • alps-gmbh - Zentrum für Naturgefahren

Auf vielen Seiten sehen Sie Hinweise zur Nutzung gemeinsamer Meß- und Datennetze, sowie zum Einsatz geographischer Informationssysteme (GIS). GIS Systeme erlauben die Integration und Verknüpfung verschiedenster raumbezogener Informationen, wie sie für die Vorhersage von Lawinenabgängen benötigt werden.

Wir wünschen Ihnen in jedem Fall einen erholsamen Jahreswechsel und gegebenenfalls einen schönen und sicheren Winterurlaub!