Ergebnisse der Geodatenerhebung 2004


Ziel der Geodatenerhebung war es, Entwicklungen des Geoinformationswesen in der Bundesverwaltung festzustellen. Die im August 2004 durchgeführte Erhebung baut auf die Ergebnisse der Erhebung aus dem Jahr 2000 auf. Im Unterschied zur Erhebung 2000 wurden 2004 nur die Ressorts befragt, die im IMAGI vertreten sind.


Befragte Ressorts:

  • Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Bundeskanzleramt (BK)
  • Bundesministerium der Finanzen (BMF)
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)
  • Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW)
  • Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL)
  • Bundesministerium des Inneren (BMI)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)

Vergleiche zwischen der Geodatenerhebung 2000 und 2004:

Geodatenerhebung 2000 Geodatenerhebung 2004
Anzahl der Einrichtungen,
die Geodaten nutzen
53 63
Anzahl der Fachaufgaben,
die mit Geodaten bearbeitet werden
127 242
Anzahl der bezogenen Geodaten
aus anderen Einrichtungen
178 455

Aus den 10 befragten Ressorts gingen 87 Antworten ein, davon gaben 63 Einrichtungen an, ihre Fachaufgaben mit Geodaten zu bearbeiten. Durch die Geodatenerhebung 2004 wurden 10 zusätzliche Einrichtungen, die Geodaten nutzen erfasst.
Insgesamt kann folgende Aussage getroffen werden: Die Fachaufgaben die mit Geodaten bearbeitet werden haben sich fast verdoppelt und die Anzahl der Geodaten, die aus anderen Einrichtungen bezogenen werden, ist sogar um das 2,5fache gestiegen.


Der Zuwachs der Fachaufgaben, die mit Geodaten bearbeitet werden, hat unterschiedliche Ursachen:

  • In 2004 wurden Einrichtungen erfasst, die im Ergebnis von 2000 nicht enthalten waren.
  • deutlichere Abgrenzung und Unterteilung der einzelnen Aufgabenbereiche im Vergleich zu 2000.
  • Verbesserte Verfügbarkeit und Integrationsmöglichkeit speziell der Fernerkundungsdaten, einhergehend mit leistungsstärkerer Computertechnik

Übersicht der Fachbereiche, aus denen Geodaten übernommen werden:

Aus der Geodatenerhebung geht hervor, dass der Bedarf an Geobasisdaten (topographische Produkte von Bund und Ländern) mit 39% überdurchschnittlich hoch ist. Die meisten Geofachdaten werden aus den Bereichen Umwelt, Landnutzung und Fernerkundung (insgesamt 38%) übernommen.


Bedarf an Internet-Dienstangeboten mit Geodaten:

Insgesamt ist der Wunsch der befragten Ressorts an verbesserter und automatisierter Verfügbarkeit von Geodaten und -informationen groß, der Bedarf an Geo-Webservices wird von 49 Einrichtungen bestätigt. Die Mehrheit der Befragten wünscht Web-Map-Services, also visualisierte Darstellungen von Geodaten (Karten) im Internet.

Der Web-Feature-Services ermöglicht den direkt Zugriff auf Geodaten und gestattet damit eine Weiterverarbeitung von Daten aus dem Internet. Diese Dienstleistung wird, wie Dienste zur Geokodierung und Transformation, ebenfalls häufig genannt Die Vernetzungsfunktion des derzeit in Aufbau befindlichen GeoPortal.Bund, leistet somit einen wichtigen Beitrag für die Internetdienste mit Geodaten.
Die vollständigen Ergebnisse der Geodatenerhebung 2004: pdf-DateiDownload (310kb)