EU trifft Entscheidung zu Galileo


Die EU-Verkehrsminister in Brüssel haben sich nach schwierigen Verhandlungen am 30.November 2007 über den zukünftigen Aufbau der Infrastruktur des europäischen Satelliten-Navigationssystem Galileo geeinigt. In den Verhandlungen wurde über die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel entschieden und eine einheitliche Industriestruktur vereinbart.

Bereits am 13. September 2007 hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), als eines der 2 Kontrollzentren, den Auftrag über die Betriebsaufgaben für die In-Orbit-Validierungsphase (IOV) von Galileo erhalten.
Aufgrund der neuen Beschlüsse liegt nun auch die industrielle Führung für die Galileo-Satelliten in Deutschland bzw. im Galileo-Kontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen, welches dadurch nochmals in seiner führenden Rolle als eines der Hauptkontrollzentren gestärkt wurde.
Außer in Pfaffenhofen entsteht ein weiteres Kontrollzentrum in Fucino in Italien.

Die EU - Minister haben zudem beschlossen, dass die Aufträge für den Aufbau der Infrastruktur von Galileo in folgenden sechs Paketen vergeben werden sollen:

  1. Bau der Satelliten
  2. Systemplanung
  3. Ausbau der Bodeneinrichtungen sowie,
  4. Ausbau der Kontrollzentren,
  5. Start der Satelliten und
  6. Betrieb der Satelliten.

Der neue Zeitplan sieht vor dass Galileo ab 2013 mit 30 Satelliten zur Verfügung stehen soll.
(Siehe auch Thema des Monats Juli 2005)

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