Umsetzung

Arbeitsgruppe Umsetzung NGIS

Das große Aufgabenspektrum, das aus der NGIS folgt, erfordert einen hohen Koordinierungsaufwand in der Umsetzung. Daher hat das Lenkungsgremium GDI-DE im März 2016 die Arbeitsgruppe Umsetzung NGIS eingerichtet. Sie unterstützt das Lenkungsgremium GDI-DE bei der Koordinierung und Umsetzung der NGIS. Die Arbeitsgruppe soll den Fortschritt bei der Umsetzung der NGIS-Ziele darstellen, Monitoringmaßnahmen begleiten und erforderliche strategische Anpassungen vorbereiten.

In der Arbeitsgruppe Umsetzung NGIS wirken derzeit der Bund, die Freie und Hansestadt Hamburg, das Land Schleswig-Holstein, das Land Brandenburg, das Land Hessen, das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, der Arbeitskreis Architektur (vertreten durch das Land Sachsen-Anhalt), das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (als für den Betrieb der nationalen technischen Komponenten verantwortliche Stelle) sowie die Koordinierungsstelle GDI-DE mit. Der jeweils stellvertretende Vorsitz des Lenkungsgremiums GDI-DE leitet die Arbeitsgruppe.

In einem ersten Schritt hat die Arbeitsgruppe ein Konzept zur Operationalisierung der NGIS erarbeitet und im Februar 2017 veröffentlicht. In dem Konzept sind Maßnahmen erarbeitet, die für die konkrete Zielerreichung von grundlegender Bedeutung sind. Hierbei werden auch bestehende Maßnahmen aus den Maßnahmenplänen der GDI-DE berücksichtigt. Beispiele hierfür sind die Erstellung eines Interoperabilitätskonzeptes aus dem Maßnahmenplan „Architektur der GDI-DE“ oder auch das Identifizieren und Schließen von thematischen Lücken aus dem Maßnahmenplan „Verbesserung der Umsetzung von INSPIRE in Deutschland“.

Handlungsfelder

Das Konzept zur Operationalisierung der NGIS beinhaltet aufbauend auf den erarbeiteten Maßnahmen acht Handlungsfelder für das LG GDI-DE, um eine weitreichende und nachhaltige Umsetzung der NGIS zu gewährleisten. Vier der acht Handlungsfelder sind bereits abgeschlossen.

Handlungsfelder der NGIS

 

Gerade die effektive Steuerung der Maßnahmen der GDI-DE ist wichtig, um die Ziele der NGIS zu erreichen und die Außendarstellung der GDI-DE zu verbessern. Dies spiegelt sich in den acht Handlungsfeldern wieder. Daher sieht auch das Handlungsfeld Nr. 6 des Konzeptes zur Operationalisierung den Aufbau eines Monitorings für sämtliche Maßnahmen des LG GDI-DE auf Grundlage eines Aktionsplans (zentraler Maßnahmenplan) vor. Der Aktionsplan dient der Förderung von Transparenz und der Kommunikation mit politischen Gremien wie dem IT-Planungsrat. Zur Unterstützung der Maßnahmensteuerung existiert ein internetbasiertes Werkzeug (GDI-DE-Cockpit). Dieses Werkzeug beinhaltet alle steuerungsrelevanten Informationen zu den Maßnahmen der GDI-DE und macht sie dem Lenkungsgremium GDI-DE übersichtlich verfügbar. Das GDI-DE-Cockpit soll künftig den Aktionsplan GDI-DE automatisiert bereitstellen. Die jährliche Ableitung des Aktionsplanes aus dem GDI-DE-Cockpit ist ab 2020 geplant.

Funktionen des GDI-DE-Cockpit

 

Evaluierung

 Da die NGIS eine bis 2025 angelegte Strategie ist, müssen die zwischenzeitlichen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen berücksichtigt und die Umsetzung der NGIS evaluiert werden. Daher wird mit der Halbzeitbilanz 2021 eine „Zwischenevaluierung“ der NGIS-Umsetzung erfolgen (Handlungsfeld Nr. 7). Werden dabei durchgreifende Defizite erkennbar, so können erforderlichenfalls Anpassungen bei der NGIS-Operationalisierung vorgenommen werden, um die Erreichung der NGIS-Ziele sicherzustellen.